[Gast-Artikel] “Autoren lesen anders”, Alexander Bálly

Hervorgehoben

Man soll bei seinen Behauptungen stets vorsichtig sein. Darum will ich ein einschränkendes „fast“ meiner ersten Aussage voranstellen:

Fast alle Autoren sind begeisterte Leser!

Natürlich! Natürlich sind sie begeisterte Leser, denn würden sie nicht Bücher, Literatur und Geschichten lieben, wären sie kaum je auf den Gedanken gekommen, auch selbst einmal eine Geschichte zu verfassen.

Auch ich lese noch immer. Nicht mehr so viel wie früher, doch noch immer begeistert. Seit ich schreibe, habe ich aber festgestellt, dass ich anders lese. Das Schreiben hat mir einen neuen Blickwinkel eröffnet, den ich vorher nicht kannte.

Ich will niemanden herabsetzen. Autoren sind weder bessere Leser, noch ist der Blick des Schreibenden ein Ersatz für ein Literaturstudium. Ein Autor ist auch nicht automatisch ein besserer Kritiker oder ein kompetenter Feuilletonist. Nichts von all dem. Ein Feuilletonist ist ja umgekehrt auch nicht automatisch ein guter Autor – ebenso wenig wie er ein guter Kritiker, Germanist oder besserer kompetenterer Leser ist.

Dennoch behaupte ich: Autoren lesen anders. Mit einem zusätzlichen Blickwinkel auf ein Werk. Sie können einer Geschichte sozusagen unter den Rock gucken. Weiterlesen

[Statistik] Monats-Statistik Januar

Im Januar war ich gut im Lesen, weniger gut im Rezensionen schreiben. Allerdings war ich auch 2 Wochen krank. Die Rezensionen schreibe ich nach.

Zugang Bücher: 9, davon Rezi-Ex.: 2. “Randár – Die Schattenwelt” von Kilian Braun und “Marcus Gladiator. Kampf der Freiheit” von Simon Scarrow.
Gekauft: “Die Sündenheilerin” von Melanie Metzenthin, Fantasy-Anthologie der Autorengruppe “Die Drachenkinder” (u.a. Nina Horvath, Philipp Bobrowski, Carsten Zehm):  “Geschichten eines Krieges”, Dave T. Morgan “Der Schrei des Feuervogels: Die Magierkriege 1″, Sebastian Fitzek “Splitter”, Karen Miller “Königsmacher”, C. J. Sansom “Das Buch des Teufels” (Historischer Krimi einer Reihe – England des 17. Jh.), Peter Hellinger “Feuergott” – Fantasy-Anthologie des Autors.

Davon im Januar ausgelesen: 1   Begonnen: 1

Ausgelesene Bücher: 10, gelesene Seiten:
(Fortunas Rache, Die Legion des Raben, Die Totenleserin, Mord im Gurkenbeet, Feueratem, Die Alchemie der Unsterblichkeit, Lauf Jane lauf, Die Chirurgin, Der Normanne und das Mädchen, Die Sündenheilerin)

Veröffentlichte Rezensionen: 9, davon im Januar gelesen: 3

Ausstehende Rezensionen: 7, davon begonnen: 2

[Ich lese...] Januar-Ende

  1. Noch zwei Geschichten, dann ist die phantastische Anthologie über Sherlock Holmes ausgelesen. Rezension folgt umgehend. Bis jetzt siehts nach einer Wertung im oberen Bereich aus :-)
  2. Angefangen: Melanie Metzenthin, “Die Sündenheilerin”. Inzwischen weiss ich etwas mehr über die Fähigkeit der Protagonistin, ist alles stimmig und gefällt mir. Der zweite Handlungsstrang wurde eingeführt – ich mag diese Figuren sehr, die momentan noch der Auflockerung dienen. Bisher (S. 44) sieht es ebenfalls nach einer Wertung im oberen Bereich aus, allerdings wird die Haupthandlung erst in den nächsten Kapiteln aufgemacht. Aus dem Klappentext weiß ich, dass meine auflockernden Figuren eine wichtige Rolle spielen werden, außerdem werden beide Handlungsstränge scheinbar örtlich zusammen geführt (?). Mal sehen, ob mir das auch noch gefällt :-)
  3. Angefangen: “Der Schatz Salomos”, von Maria W. Peter, Historischer Krimi. Ein Re-Read, den ich mir für meine Nebentätigkeiten herausgesucht habe. Außerdem wollte ich ihn rezensieren, da ist erneutes Lesen nicht schlecht.

[Neue Bücher] Januar 2012

Meine neuen Bücher sind da!

Als erstes “Randár – Die Schattenwelt”, von Kilian Braun!
Was fällt auf? 1. Das Cover ist sehr schön. 2. Die Schrift im Buch ist sehr klein. 3. Es klingt sehr interessant. Wird also baldmöglichst gelesen und hier rezensiert!

Und außerdem:
Ein Buch vom Arcanum Fantasy Verlag wollte ich seit längerer Zeit kaufen. Zu meiner Bestürzung ist die Auflage vergriffen – das ist mir eine Lehre, demnächst schneller zu sein!
Allerdings hat amazon noch welche hinten im Lager gefunden, so dass bei mir einziehen durfte “Der Schrei des Feuervogels. Die Magierkriege 1″, von Dave T. Morgan.
Inzwischen ist auch eine zweite Auflage lieferbar :-)

[Rezension] “Fortunas Rache” ~ Maria W. Peter

Alle einschlägigen Philosophen sind sich in dem Punkt einig, dass das Fatum, unser aller Schicksal, manche Menschen dazu auserkoren hat, meist auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen, während andere dazu bestimmt sind, immer wieder in wichtigen Dingen zu versagen.
Natürlich kann ich nicht nachweisen, ob diese Aussage tatsächlich auf alle Menschen zutrifft. Wenn ich mich jedoch selbst betrachte, könnte da durchaus was dran sein. Mein Fatum zumindest scheint sich gerade wieder bemüßigt zu fühlen, mich daran zu erinnern, unter welchem Stern ich gemeinhin stehe und dass ich meist selbst ganz kräftig an diesem zweifelhaften Glück geschmiedet habe. Und bisweilen trifft mich diese Erkenntnis wie ein Blitz aus heiterem Himmel.
“Dacht ich’s mir doch!”
Bevor ich die Bedeutung dieser Worte verstehen konnte, packte mich eine Hand am Arm und riß mich herum.

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[Rezension] “Bronzeschatten”, von Lindsey Davis

Wenn die Guten gesiegt haben, die Bösen ihre gerechte Strafe erhalten haben und das Römische Reich vor Chaos und Anarchie bewahrt wurde, gehen Senatoren und Prätorianer befriedigt nach Hause… Doch dann beginnt die eigentliche Arbeit hinter den Kulissen.
Zum Beispiel die Entsorgung der Überreste: eine Leiche, die es gar nicht geben darf, weil Verschwörungen gegen den Kaiser natürlich nicht vorkommen.
Seit Tagen wartet sie in Roms Augusthitze auf eine endgültige Ruhestätte – also eine sehr dreckige Angelegenheit.
Das ruft geradezu nach einem diskreten Mann, der zuverlässig und verschwiegen ist, und so dringend Geld braucht, dass er jeden Job annimmt. Eine verkrachte Existenz – jemand wie Marcus Didius Falco.
Und die Entsorgung der Leiche ist erst der Anfang; zwar fiel der Vorhang hinter der abgewendeten Verschwörung, doch hinter den Kulissen geht das Spiel erst richtig los. Weiterlesen

[Rezension] “Die Totenleserin”, Ariana Franklin

Cambridge, 1170: Grausame Kindermorde erschüttern das Land.
Auch King Henry widmet der Angelegenheit größte Aufmerksamkeit, denn die aufgebrachten Bürger der Stadt haben die Juden als Übeltäter ausgemacht. Aus Angst vor dem Lynchmob flüchteten sie sich in Cambridges Burg, was für den König große finanzielle Einbussen bedeutet. Denn die Toleranz der englischen Krone hat vor allem einen handfesten wirtschaftlichen Grund. Das Geld, dass die Bürger den Juden schulden, schulden sie auf Umwegen so dem König. Henry ist also keinesfalls erfreut, dass seine Geldkuh sich ängstlich in der Burg versteckt, auf Staatskosten verköstigt wird und währenddessen die Schuldnerverzeichnisse vom Mob entzündet werden.
Also lässt er von seinem Cousin aus Italien einen Geheimagenten und einen Arzt der Toten kommen. Der fähigste Totenleser in Salerno ist Adela, die von zwei jüdischen Ärzten aufgezogen wurde – eine Frau, die in England ihre Profession verbergen muss. Weiterlesen

[Challenge] Seitenzählen

Ich nehme an der Seitenzähl-Challenge von Bella’s Wonderworld teil! Mein Jahres-Ziel habe ich selbst ausgesucht (17.500 Seiten). Zum Quartalsende werden die Zwischenstände an Bella’s Wonderworld gepostet.
Wie ich soeben (5.01.) erfuhr, zählen Re-Reads mit, falls sie rezensiert werden.
Trotzdem werde ich zwei Listen führen. Wenn die Bücher rezensiert sind, sind die Titel blau hinterlegt und führen mit einem Klick direkt zur Rezension.

Stand Januar:

Gelesene Seiten (neu): 188 (Flavia de Luce, Band 1)

Gelesene Seiten (Re-Reads): 399 (Joy Fielding, “Lauf, Jane, Lauf”; Anthologie “Feueratem”, von Knaur)